Wissenswertes über Technischen Schnee

 

 

Warum und Wann wird Technischer Schnee eingesetzt?

Natürlich wäre es uns am liebsten, wenn wir  in Hohensolms jedes Jahr im Winter einige Wochen lang eine Schneedecke von 20 cm hätten. Dass das nicht immer klappt, liegt in erster Linie an unserer Höhenlage von 440 m an der Burg Hohensolms. Das ist nicht sehr hoch und  lange nicht so schneesicher wie z.B. in den Alpen. Das war schon immer so und wird mit dem Klimawandel nicht besser. In den meisten Jahre haben wir Schnee. Aber manchmal haben wir nur Frost oder es fallen nur wenige Zentimeter. Dann könnte man zwar gerade noch Schlitten fahren, aber auf unserer Wiese würde die Grasnarbe Schaden erleiden. An Skifahren wäre nicht zu denken, da die Beläge der Ski total ramponiert würden.

Wenn die Wettervorhersage längerfristig frostiges Wetter meldet, das Thermometer höchstens -3 Grad anzeigt und das Wasser im Schnei-Teich knapp über 0 Grad hat, kann beschneit werden. Die Rodelpiste und auch Teile der Skipiste können dann mit einer Schneeauflage versehen werden, so dass Skifahren und Rodeln ohne Schäden an Skiern und Grasnarbe möglich wird.

Gibt es einen Unterschied zwischen Technischem Schnee und Naturschnee?

Natürlicher Schnee besteht bekanntermaßen aus Wasser und entsteht, indem feine Tröpfchen über eine große Höhe bei Temperaturen unter 0°C herunterfallen und auskristallisieren. Die Größe der Schneekristalle und auch die der daraus gebildeten Schneeflocken hängt dabei von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit ab.

In einem Schneeerzeuger wird der Schnee nach dem gleichen Prinzip erzeugt: Wasser wird bei Temperaturen unter -3°C durch feine Düsen zu Tröpfchen gepresst und in die kalte Luft geblasen, wo es auskristallisiert.

Die Menge des technisch erzeugten Schnees pro Kubikmeter Wasser nimmt hierbei zu, je kälter es ist und je niedriger die Luftfeuchte. Keinesfalls werden jedoch dem Wasser Chemikalien oder Sonstiges zugesetzt, wie manche Leute bei dem Wort „Kunstschnee“ vermuten könnten. Der Schnee aus dem Schneeerzeuger besteht also aus reinem Wasser. Er  ist aber kompakter als Naturschnee und auch eine wunderbare Unterlage für weiteren Neuschnee.

 

Wie funktioniert ein Schnee-Erzeuger („Schneekanone“)?

 

Hier sieht man die ringförmig angeordneten Düsen des Schneeerzeugers, aus denen bei Betrieb feinste Wasserstrahlen austreten. Gleichzeitig dreht sich der Rotor hinten wie ein Ventilator und zerstäubt die Tröpfchen, welche dann in der kalten Luft zu Schneeflocken auskristallisieren und zu Boden fallen.

 

 

Wo kommt das Wasser für den Schnee-Erzeuger her?

Unser Schnei-Teich im Herbst

Das Wasser für die Beschneiung entnehmen wir nicht der örtlichen Wasserversorgung, sondern einem Teich, den wir an unserem Hang angelegt haben. Dieser füllt sich das ganze Jahr über mit Regenwasser und dem überlaufenden Wasser eines alten Brunnens. Das Wasser bleibt also in einem Kreislauf erhalten. Im Sommer kann man an diesem Teich viele Insekten und Vögel beobachten

Wintersport in Hohensolms ist aber trotzdem immer etwas Besonderes. Wir beschneien nur bei Aussicht auf längere Frostperioden, um in dieser Zeit im unteren Mittelgebirgsraum Wintersport und Spaß für Groß und Klein möglich zu machen. 

Natürlich wird dadurch Strom verbraucht. Aber gehen wir nicht auch im Winter ins Hallenbad oder in die Sauna…..